Birch – Endstation. Diese Worte begleiten einen beim Verlassen des Busses, der die Stadt Schaffhausen mit dem Birchquartier verbindet. Für einige mag das so stimmen: Endstation. Abstellgleis. Ausquartiert. Weit weg. Und dabei dauert die Fahrt vom Bahnhof aus gerade mal 9 Minuten. Das reicht aber, um sich in einer völlig anderen Welt vorzufinden. Über 90 Prozent Ausländer wohnen hier. Viele von ihnen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Jugoviertel. Balkan von Schaffhausen. Das Quartier hat den Status eines Gettos, ist aber keines. Im Gegenteil: Kein anderes Quartier der Stadt ist sozial so heterogen wie das Birch. Menschen aus insgesamt 50 Nationen wohnen hier Tür an Tür. Gut ein Drittel der 800 Bewohner sind Kinder und Jugendliche. Im Vergleich zu anderen Quartieren ist es hier lauter – lebendiger.